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Aktuelle Projekte

Hier finden Sie einen Überblick über Projekte des Jobcenters Kreis Wesel im Rahmen der Förderung für Arbeitgeber.

Aufruf zur Einreichung von Anträgen auf Förderung für das Bundesprogramm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben − rehapro"

1. Bewerbung für das Projekt rehapro

Für die Durchführung des Modellprojektes werden die in der Region Kreis Wesel ansässigen Träger (im Sinne des § 21 SGB III) dazu aufgerufen, das „Bundesprogramm Innovative - Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben − rehapro" umzusetzen.

Im Laufe der bis zu fünfjährigen Programmumsetzung ist es Ziel, im Kreisgebiet möglichst bei einer großen Gruppe von SGB II Beziehenden im Alter zwischen 21 und 40 Jahren chronischen Erkrankungen oder drohenden Behinderungen vorzubeugen und die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe zu verbessern.

Als Zielgruppe sieht das Jobcenter Kreis Wesel Teilnehmende mit psychischen Auffälligkeiten, psychischen Erkrankungen oder Suchtproblematiken. Ihnen soll Hilfe aus einer Hand gewährt werden, um eine stufenweise Wiedereingliederung zu realisieren und die Hilfebedürftigkeit durch Eingliederung in existenzsichernde Beschäftigung dauerhaft zu beenden.

Potentielle Träger sollen ihr Interesse an der Umsetzung des Bundesprogrammes, inklusive ihrer innovativen Projektideen, bis zum 05.06.2018 an das angegebene Postfach bekunden.

Ein verbindliches Konzept zur Umsetzung des Zieles „Schrittweise Wiedereingliederung mit innovativen Ideen und Integration der Teilnehmenden in den allgemeinen Arbeitsmarkt" ist schriftlich bis zum 22.06.2018 beim

Jobcenter Kreis Wesel,
Team Eingliederung,
Reeser Landstr. 61,
46483 Wesel,

Stichwort rehapro, einzureichen. Analog ist eine Sendung an unten angegebene Mailpostfach vorzunehmen.

Hinweis: Die erforderlichen Antragsunterlagen sind auf der Internetseite (www.modellvorhaben-rehapro.de) zum Herunterladen zu finden.

Auf Basis dieses Konzeptes erfolgt seitens des Jobcenters eine Prüfung mit anschließender Zuschlagserteilung. Anhand der Zuschlagserteilung erfolgt eine Festlegung des Umfangs der Zuwendungsmittel.

Der Träger verpflichtet sich, eine wissenschaftliche Begleitung Dritter einzuräumen.

Beabsichtigen Sie mit weiteren Netzwerkpartnern zusammen zu arbeiten (z.B. Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern usw.), legen Sie dem Projektantrag bitte unbedingt einen „Letter of Intent" bei.

Trägerverbünde sind ausdrücklich erwünscht.

2. Inhaltliche Mindestangaben des Antrags:

Das einzureichende Konzept muss mindestens Angaben beinhalten:

  • zum erfassten regionalen Wirtschaftsraum
  • zu den innovativen Ideen zur schrittweisen Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt
  • zu den geplanten Aktivierungs- und Integrationsstrategien der Teilnehmenden
  • zur Ausgestaltung der passiven Phasen und der Begleitung und Unterstützung der Teilnehmenden in dieser Zeit
  • zur Ausgestaltung der Aufgaben des Sozialcoaches
  • zur Vorhaltung des Arztes und Psychologen sowie der Ausgestaltung der Gutachten
  • zu den Mindeststandards für die Aktivierung
  • zur Messung der Integrationsfortschritte und deren Dokumentation
  • zum Verfahren der Zuweisung der Teilnehmenden
  • zur Förderung der Nachhaltigkeit der Integration (z.B. beschäftigungsbegleitendes Coaching)
  • zum Gender Mainstreaming
  • zur Berücksichtigung von Migrantinnen und Migranten, soweit regional relevante Zielgruppe
  • zur finanziellen Tragfähigkeit nach Abschluss der Programmlaufzeit

Des Weiteren muss im Antrag unbedingt enthalten sein:

  1. der Kosten- und Finanzplan einschließlich anzugebenden Eigenmitteln
  2. eine Beschreibung der einzelnen Maßnahmen, wie z. B. Gesundheitsorientierung
  3. die Angabe über die Umsetzung als Trägerverbund oder in Einzelträgerschaft

Originelle Ideen für einen Arbeitstitel des Projekts sind im Konzept erwünscht.

3. Grundlegende Begriffe: Teilnehmende, Aktivierung, Integration, Wiedereingliederung, Innovation

"Teilnehmende" sind Mitglieder der Zielgruppe, die durch den Träger oder das Jobcenter Kreis Wesel für eine Teilnahme am Projekt individuell ausgewählt wurden. Das Verfahren der Zuweisung von Mitgliedern der Zielgruppe in das Projekt und die Begründung der Teilnehmereigenschaft ist im einzureichenden Konzept zu beschreiben.

Unter "Aktivierung" werden die Angebote und Maßnahmen verstanden, die die Teilnehmenden zur Erhöhung der Eigenverantwortung undBeschäftigungsfähigkeit durchlaufen und die zu Integrationsfortschritten führen. Dazu gehören beispielsweise intensive Profiling-Ansätze, Empowerment-Module, Mobilitäts- und Gesundheitsförderung, sozialintegrative Beratung, Einzel- und Gruppencoaching, Praktika in Unternehmen oder betriebliche Trainingsmaßnahmen. In den eingereichten Konzepten ist darzustellen, mit welchen Angeboten und Maßnahmen die Aktivierung der Teilnehmenden erfolgen soll und wie erzielte Integrationsfortschritte festgestellt werden.

Unter einer "Integration" wird die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in den allgemeinen Arbeitsmarkt verstanden. Eine geringfügige Beschäftigung im Sinne des § 8 SGB IV ("Mini-Job") und Beschäftigungen von nicht länger als vier Wochen, stellen keine Integration dar. Integrationen werden (ex ante) durch Vorlage des Arbeitsvertrages belegt.

Als "Wiedereingliederung" wird eine Maßnahme verstanden, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern dabei helfen soll, nach einer langen beruflichen Auszeit aufgrund einer Krankheit wieder zurück in eine Anstellung zu finden. Im Fokus steht dabei, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht von einem Tag auf den anderen wieder in den Beruf eintreten, sondern Schritt für Schritt darin eingeführt werden, bis sie ihre Leistungsfähigkeit wieder aufgebaut haben und zum ursprünglichen (Leistungs-)Pensum zurückkehren können. Als Ziel wird dabei verstanden, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Rückkehr in den Beruf zu erleichtern und durch den stufenweisen Ablauf überhaupt zu ermöglichen.

"Innovativ" ist eine Leistung oder organisatorische Maßnahme, wenn

  • sie der Zuwendungsempfänger bislang so noch nicht umgesetzt hat und
  • bislang noch keine ausreichenden Erkenntnisse zu ihrer Wirkung und zu ihrer Verallgemeinerbarkeit vorliegen.

4. Finanzierung der Trägerarbeit

Das Projekt rehapro dient der Umsetzung des Bundesprogramms „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben − rehapro" (www.modellvorhaben-rehapro.de). Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS, www.bmas.de) stellt den Jobcentern (Erstzuwendungsempfänger) Projektmittel in Form von Zuwendungen zur Verfügung. Diese Projektmittel werden - ebenfalls in Form von Zuwendungen - an die Träger (Letztzuwendungsempfänger) weitergeleitet.

Der Antrag ist von der vertretungsberechtigten Leitung des Trägers zu unterzeichnen.

Ein Muster zum Kosten- und Finanzplan wird durch das Jobcenter Kreis Wesel auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

5. Förderungsausschluss

Ausgeschlossen ist die Förderung von Modellprojekten (Kumulierungsverbot),

  • für die bereits anderweitig Fördermittel beantragt oder bewilligt worden sind,
  • die bereits in dieser Form im Regelgeschäft umgesetzt werden,
  • die laufende Projekte ersetzen,
  • die bereits begonnen wurden oder
  • die keine konkreten Handlungsansätze zur Erreichung des Zuwendungszwecks nach Nummer 1.2 der Förderrichtlinie enthalten (z. B. nur Mitarbeiterqualifizierung oder reines Forschungsvorhaben).

Ausgeschlossen ist weiterhin die Förderung von Leistungen, die gesetzliche Leistungen nach dem SGB II oder SGB VI lediglich aufstocken.

Interessenbekundung sowie Konzeptübersendung richten Sie bitte an das E-Mail-Postfach:
Jobcenter-Kreis-Wesel.511-Projekte@jobcenter-ge.de

(Stand: 18.05.2018, aktualisiert 11.06.2018)